Zweifel – ja, klar!

Heute möchte ich euch mal einen anderen Blick auf das Thema „Zweifel“ anbieten.

Bin ich gut genug? Ist der Text für meinen Kunden wirklich stimmig? Braucht überhaupt irgendjemand das, was ich zu bieten habe?

Bildschirmfoto 2014-03-26 um 12.32.25Ich kenne viele sehr kluge und gebildete Menschen, die allen Grund haben, auf sich stolz zu sein, denn sie wissen und können viel, werden geschätzt und geliebt und sind durchaus erfolgreich. Doch in Gesprächen unter vier Augen tun sich dann manchmal unerwartete Abgründe auf: Selbst Leute, die nach außen wirklich souverän wirken, die scheinbar alles im Griff haben, werden immer wieder von Fragen wie den oben angesprochenen geplagt.

Nun könnte ich mich des langen und breiten darüber auslassen, wieso das wohl so ist. Ich hätte auch ein paar Impulse im Repertoire, mit deren Hilfe man Selbstzweifel entkräften könnte.

Stattdessen drehe ich den Spieß heute mal herum: Vielleicht sind Zweifel ja wertvoll?

Statt über deine Selbstzweifel zu jammern, könntest du mal überlegen, wie oft sie dir schon geholfen haben, noch besser zu werden.

Zweifel können uns bremsen, sie müssen aber nicht. Wenn wir lernen, sie als wichtiges und wirksames Korrektiv zu begreifen, können sie sogar zu wertvollen und geschätzten Begleitern werden.

Ich glaube tatsächlich, wer niemals an sich selbst oder an der Qualität seiner Leistungen zweifelt, vergibt eine Chance zur Entwicklung. Nur wer zweifelt, überlegt auch, wo sich noch etwas optimieren ließe. Nur wer zweifelt, glaubt grundsätzlich daran, dass Entwicklung überhaupt möglich ist.

Ein Sonderfall des Zweifels ist die Schwierigkeit, sich zwischen Alternativen zu entscheiden. Denn wenn man das eine wählt, entscheidet man sich automatisch gegen das andere – und schlimmstenfalls bleibt da diese bohrende Frage, ob es andersherum nicht doch besser gewesen wäre.

Meine Antwort darauf ist: Nur sehr wenige Entscheidungen in diesem Leben können nicht rückgängig gemacht werden. Wenn du also nach einer Entscheidung immer noch starke Zweifel spürst, ob es wirklich die richtige war – dann probiere auch die andere Variante aus. Vielleicht schickt dir dein Zweifel ja so gesehen eine ganz klare Botschaft, die du nur annehmen und umsetzen musst.

Mehr zum Thema Entscheidungen erfährst du übrigens auch in meiner 77-Tage-Motivations-Challenge, die am 14. April in die nächste Runde geht. Vielleicht kaust du ja schon lange auf einem Projekt herum, zweifelst aber, ob jetzt die richtige Zeit ist, oder ob du es überhaupt jemals schaffen wirst. Hier kannst du es herausfinden – und gleichzeitig Methoden kennen lernen, wie du auch in Zukunft wesentlich mehr gestemmt bekommst. Noch bis Sonntag zum Early-Bird-Preis!

 

 

2 Kommentare

  1. Sabine

    Danke fürs Spieß-Herumdrehen! Stimmt, diejenigen, die niemals an sich zweifeln, können manchmal etwas anstrengende Zeitgenossen sein. Aber alles ist eine Frage des rechten Maßes. Ich kenne auch Leute, die eine Ausbildung nach der anderen machen und sich trotzdem nie kompetent genug fühlen für irgendwas – schon gar nicht für gut bezahlte Tätigkeiten!

  2. Heide

    Ja, solche Leute kenne ich auch. Das sind sozusagen die Schattenseiten des Selbstzweifels, und ganz sicher handfeste Selbstsabotagetechniken. Da hilft dann manchmal wirklich nur noch professionelle Hilfe …

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