Wie man Hausierer abwimmelt

Das ist jetzt ein Beitrag, der mit Marketing nur entfernt was zu tun hat … Obwohl: Hausierer, Vertreter und anderer unerwünschter Besuch an der Haustür zeigt ja sehr gut, wie das eben nicht geht! Aufdringlich, lästig und störend – wer darauf auch keine Lust mehr hat, kann sich ab sofort wehren.

Im Freundeskreis entstand vor kurzem in fröhlicher Runde die Idee, man müsste es diesem nervigen Volk doch mal mit gleicher Münze heimzahlen. Flugs setzte sich eine meiner herzallerliebsten Freundinnen an den Schreibtisch und entwarf einen praktischen Fragebogen, der zur Abwimmelung bestens geeignet sein sollte. Ein paar wenige Ergänzungen später stand das Werk und ist hiermit zur Veröffentlichung und allgemeinen Verbreitung freigegeben. Einfach hier klicken und pdf-Datei herunterladen! Ein paar Exemplare ausdrucken und dem unliebsamen Besuch einfach in die Hand drücken – ich wäre ja zu gern Mäuschen bei den Reaktionen! Freu mich aber auch auf Erfahrungsberichte.

Hausierer-Fragebogen

8 Kommentare

  1. Michael (Baudax)

    Das ist ja ein esnetter Partygag, und ich mußte auch herzhaft darüber lachen. Aber natürlich wie immer gibt es auch eine zweite Seite, eine ernsthafte Betrachtung.
    Natürlich stört in der Regel unangemeldeter Besuch von Vertretern, keine Frage. Aber zumindest in unserer Branche hat sich durchgesetzt, dass zuvor ein Gesprächstermin vereinbart wird. Aber trotzdem kommt es immer wieder vor, dass plötzlich jemand vor der Tür steht, den man nicht erwartet hat und dem im Grunde keine Zeit eingeräumt werden kann. Wir haben aber noch nie einem unangemeldeten Besucher die Tür vor der Nase zugeschlagen, sondern im gesagt, dass wir nur wenige Minuten Zeit haben und uns mit ihm zusammengesetzt. Für uns ein Gebot der Höflichkeit, denn auch wir wissen aus eigener Erfahrung, wie es ist, „abgefertigt“ zu werden. Unlängst hatte ich einen fest vereinbarten Termin auf Kundenwunsch in 200 km Entfernung. Angekommen bekam ich zur Auskunft, der Termin müsse ausfallen. Da habe ich 2 Kalttermine gemacht, bin überall freundlich aufgenommen worden und keiner hat sich über meinen unangemeldeten Besuch beklagt.
    Empfehle jedem, der meint, die Partyidee sei der richtige Umgang mit unangemeldeten Vertreten (Hausierer habe ich schon ewig nicht mehr an der Tür gehabt, nur diese Herren von der GEZ), sollte einmal selbst im Außendienst ackern und kalte Termine machen (müssen).

  2. Heide

    Hallo Michael, ich denke im B2B gelten natürlich ganz andere Regeln – der Fragebogen ist ja nur für den Alltag gedacht von Menschen, die von zuhause aus arbeiten. Da stehen nunmal in 99,9% der Fälle Leute vor der Tür, die einem ausschließlich die Zeit stehlen und sonst nix für einen tun können. Klar, so einen Job will man nicht geschenkt. Aber ich bin ja der festen Überzeugung, dass jeder Mensch immer eine Wahl hat …

  3. Michael (Baudax)

    „Aber ich bin ja der festen Überzeugung, dass jeder Mensch immer eine Wahl hat …“
    In Anlehnung an Reinhard K. Sprenger stimme ich unumwunden zu!

  4. Hausiererin

    Hallo an euch ich selbst bin auch eine hausiererin (scheren und Messer Schleiferin ) ich versteh das nicht was ist denn daran so schlimm wenn wer an euer Tür klingelt ich versteh das nicht hausierer tun euch doch nicht belästigen sie machen doch nur ihren Job wie ihr auch sie müssen ja auch Geld verdienen haben auch Kinder und Familie aber bitte macht doch nicht so ein gezeta draus ihr habt ja ein Mund dann sagt man einfach nein danke brauchen wir nicht ich spreche aus eigener Erfahrung mir wurde auch schon xxxx tausend mal die Tür von der Nase zugeschlagen das ist so unfreundlich wir sind auch nur Menschen aber ich komm auch zu viele haus Türen die sich auf mich freuen das ich die arbeit mache naja jeden seine Sache aber ein Hausierer wird niemals nein sagen ich bleibe so lang bis sie mir was abkaufen oder was zum schleifen haben ja heißt ja und nein ist eben nein

  5. Heide

    Kein Mensch muss solche Jobs machen. Schön, wenn Sie sich damit identifizieren und Kunden haben, die sich freuen, wenn Sie kommen. Aber es gehört eben zum Berufsbild dazu, dass man andere Menschen möglicherweise stört und entsprechend ungehaltene Reaktionen kassiert.

  6. Franz

    Hallo!

    Die Idee ist nicht neu, aber die Umsetzung einfach und gut. Wer etwas mehr Aufwand möchte und die Möglichkeit hat, der macht das wie bei Beetlejuice und bastelt sich ähnlich den öffentlichen Ämtern ein Wartezahlensystem vor der Tür, an denen Handelsvertreter eine Nummer ziehen muss. Sinngemäß ist die gezogene Nummer 10-stellig, aber die Zahl an der Tür erst 2-stellig und ändert sich faktisch nie. Das muss nicht elektronisch sein. Pappe & Papier reicht auch.

    Ein Spaß für jeden ’normalen‘ Besucher ;o).

    Zum Gruße, Franz.

  7. Isabelle Bernadette

    Mir machen diese unangebete Besucher aggressiv. Ich bin Hartz IV-Empfängerin und lebe alleine mit meiner Tochter. Früher war ich so naiv und machte immer die Tür auf. Ich war immer lieb und nett und liess mich von diesen Handelsvertretern alles Mögliche andrehen, weil sie so nett waren. Und was war der Dank von ihrer Seite ? Dass ich am Ende des Monats nichts mehr zum Essen hatte und ganz verzweifelt war. Da habe ich verstanden dass diese Hausierer hinterhältig und skrupellos sind und keine Hemmungen haben, einen zu betrügen. Das ist denen sowas von egal dass du ALG-II Empfänger bist, Hauptsache sie verkaufen ihr Müll. Jetzt habe ich ein Hass auf alle diesen Leuten.

  8. Heide

    @Isabelle: Hass auf Hausierer wollte ich mit der lustigen Idee eigentlich nicht schüren. Ich finde, man macht es sich zu einfach, die Schuld auf die Hausierer zu schieben, wenn man ihnen ihren Kram abkauft. Jeder Mensch sollte in der Lage sein, Nein zu sagen. Klar haben Hausierer die Absicht zu verkaufen. Ob sie das immer mit der besten Motivation machen, sei mal dahingestellt. Als erwachsene Persönlichkeit kann ich jedenfalls selbst bestimmen, ob ich kaufe oder eben nicht. Hass bringt uns alle nicht weiter … 🙂

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  1. Damit der Vertreter nicht mehr klingelt … « WeinWorte - [...] 22, 2009 von as Für alle, die sich gegen ungebetene Besucher wehren wollen, hat Heide Liebmann…

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