Gründen im Team – mehr als nur Community

Ein lädierter Daumen hinderte Anke Patt daran, mir meine Fragen zur Gründen-im-Team-Community am Rechner zu beantworten. Stattdessen haben wir ein ausgesprochen nettes Telefonat geführt, das wir demnächst bei einer Tasse Kaffee dann auch mal live fortsetzen wollen. So mag ich Networking!

Warum „Gründen im Team“ (GiT) besonders für diejenigen interessant sein könnte, die derzeit überlegen, ob sie den Sprung in die Selbstständigkeit wagen sollen, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Das Projekt ist bereits seit neun Jahren im Rhein-Ruhrgebiet unterwegs. Die begleitende GiT-Community existiert seit 2002 und war zunächst nur für Mitglieder offen. Inzwischen gibt es einerseits einen internen Gruppenraum für die Teilnehmer am aktuellen „Prozess“, wie das Erfolgsteam im GIT-Jargon bezeichnet wird. Und seit 2004 können in der offenen Community alle mitdiskutieren, die die Themen dort interessant finden und Fragen oder Antworten haben.

Das Projekt wird mit Mitteln des Landes und der EU gefördert – und das bereits seit 1999. Veranstaltet und koordiniert wird das Ganze vom RKW NordWest. GiT selbst, als „Wanderprozess“ unterwegs, ist mit Gründernetzwerken vor Ort verzahnt. Vor allem in strukturschwachen Gebieten will man damit Menschen helfen, aus dem eigenem Potenzial heraus etwas auf die Füße zu stellen. GIT begleitet Gründer von der Ideenfindung bis zum Businessplan. Dabei orientiert man sich an drei Punkten, die für viele Gründungswillige erfahrungsgemäß Hürden darstellen: Idee, Zahlen und emotionale Blockaden. Potentielle Gründer werden in Form einer aufeinander aufbauenden Workshopreihe an alle wesentlichen Faktoren einer Selbstständigkeit herangeführt und entwickeln in Teams den roten Faden für ihre Gründung. Wichtiger zusätzlicher Aspekt: die Entwicklung der Teilnehmer zu künftigen Unternehmern wird aktiv unterstützt – durch ein begleitendes Coaching auf Basis einer Persönlichkeitsanalyse.

In den fünf moderierten Themenbereichen (Existenzgründung & Jungunternehmen; Selbständigkeit & Wirtschaft; Nach Büroschluss; Treffen & Termine sowie Frauen in der Selbständigkeit) der virtuellen Community geht es immer darum, Brücken zu bauen, Information und Dialog zu ermöglichen und Ängste zu beseitigen. Daher gibt es auch die Möglichkeit anonym zu posten.

Zurzeit sind ca. 4.000 Mitglieder registriert, rund 1.250 davon sind Absolventen der jeweiligen moderierten GiT-Gründungsprozesse. Ca. 200 Menschen nehmen pro Jahr an solchen „Erfolgsteams“ teil. Immer liegt dabei der Gedanke zugrunde, dass man gemeinsam leichter zum erwünschten Ziel kommt. Ca. 75% der Teilnehmer gründen tatsächlich, und auch die übrigen Teilnehmer profitieren von dem intensiven Orientierungsprozess.

Im „Marktplatz“ oder der „Kooperationsbörse“ kann man sich kostenlos eintragen und auf diese Weise auf sein Angebot aufmerksam machen oder Partner suchen. Auch die eigentliche Mitgliedschaft ist kostenfrei.

Das Besondere an diesem Projekt ist sicher das Netzwerk, das den ehemaligen Teilnehmern mit der Community auch nach Abschluss des eigentlichen Prozesses zur Verfügung steht. Damit wird es leichter, den Kontakt zu halten und auch von den weiteren Angeboten auf der Plattform zu profitieren. Weil die Moderatoren viele der Teilnehmer durch die Zusammenarbeit in den Teams auch persönlich kennen, ist die Atmosphäre in der Community sehr vertraut. Wer noch mehr über das Angebot von GiT – live und virtuell – wissen möchte, schaue sich doch einfach mal auf der Seite um, denn es gibt noch wesentlich mehr zu entdecken.

Aktuell lädt die GIT übrigens zu einer spannenden Networking-Veranstaltung ein. Am Freitag, dem 16.11.2007 kann man sich von 14:00 bis 18:00 Uhr vom Profi in die Feinheiten des Networkings einweihen lassen. Ankern im Kopf des Anderen – Wie Networking wirklich funktioniert lautet der Titel des Vortrags von Andreas Lutz, dem Gründer von www.gruendungszuschuss.de, mit anschließendem Erfahrungsaustausch. Mehr Infos gibt es hier.

2 Kommentare

  1. Frank

    Hallo Heide,
    Gründen im Team ist wirklich eine gute Idee.
    Nur ist leider das RKW Nordwest nun schon seit Juni insolvent.
    Wer weiß, ob das Projekt noch lange fortgeführt wird.

  2. Anke Patt

    Hallo Frank,

    das RKW NordWest befindet sich in einem Insolvenzplanverfahren, das die Sanierung des Vereins zum Ziel hat. Das Insolvenzverfahren wird im März aufgehoben. Der Fortführung des Projektes steht von dieser Seite nichts im Wege. Sie können als ruhig weiter Werbung für uns machen.

    Mit besten Grüßen

    Anke Patt

    Kommunikation – Gründen im Team

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