Eine Vision braucht Mut

So ein bisschen Jahresendstress macht sich auch bei mir gerade bemerkbar, aber das dritte Mutmacher-Interview (lest hier Interview 1 und 2) mit Andrea Blome, der Herausgeberin und Chefredakteurin der unverzichtbaren existenzielle, möchte ich euch noch vor dem Wochenende präsentieren. Andrea sponsort übrigens auch die Mutmacher-Blogparade mit drei Abos des magazins für frauen in der wirtschaft! Also drei gute Gründe mehr, um auch noch einen Beitrag zu schreiben 😉 . Und so ein Abo ist übrigens auch ein prima Weihnachtsgeschenk für Unternehmerinnen, die schon alles haben.

Mit Andrea verbindet mich inzwischen bereits eine fünfjährige Geschichte – so lange bin ich als Autorin für die existenzielle tätig. In diesem einzigartigen Projekt steckt jede Menge Herzblut, auch Mut, wie ihr hier lesen könnt, und dass ich daran mitarbeiten darf, macht mich auch ein klein bisschen stolz!

Und hier sind Andreas Antworten auf meine Fragen zum Thema Mut:

Was bedeutet für dich persönlich Mut?

Eine Vision zu haben, einen Weg zu suchen, ohne zu wissen, wo ich genau entlang gehen werde und wo ich ankomme. Mut verlangt manchmal ein gewisses Maß an Naivität und Leichtigkeit und zugleich viel innere Kraft.

Nimmst du dich selbst als mutig wahr?

Andere sagen, dass es mutig ist, was ich tue: Ein kleines Magazin zu machen, dafür einen Kredit aufzunehmen, einen langen Atem für Konsolidierung und Wachstum zu haben und das alles mit der Verantwortung für eine Familie. „Mutig“ klingt für mich spektakulärer als sich der Alltag anfühlt. Ich gehe meinen Weg ja nicht, um mutig zu sein, aber ich gehe ihn vermutlich, weil ich mutig genug bin, mich auf Unsicherheiten einzulassen.

Bestimmt hat die Entscheidung, die existenzielle zu übernehmen, Mut erfordert, oder? War das die mutigste Entscheidung, die du als Unternehmerin bisher getroffen hast? Was daran war für dich die besondere Herausforderung?

Die mutigste Entscheidung war, aus einem regionalen kleinen Magazin ein bundesweit erscheinendes Kioskmagazin zu machen. Das war keine überstürzte Entscheidung, sondern eine, für die ich lange kalkuliert und gerechnet hatte. Und doch habe ich damit Aufgaben übernommen, die mir neu waren. Ich hatte bis dahin noch kein Kioskmagazin selbst vermarktet, ich wusste, dass ich einen bundesweiten Markt brauche, hatte aber kaum Erfahrungen, wie sich das auf- und ausbauen ließe.

Und was war der erste Schritt, um deine Entscheidung umzusetzen?

Ich habe Kollegen und Kolleginnen gefragt, Leute zusammengeholt, die mit mir gemeinsam Ideen entwickeln, die Lust auf ein Experiment haben. Und auch solche, die nicht als erstes fragen, was sie hier verdienen können, sondern Spaß an der Idee haben. Die habe ich gebraucht, um daran zu glauben, dass ich es schaffen kann.

Hast du Vorbilder?

Immer mal wieder habe ich Vorbilder. Frauen und Männer, die aus kleinen Projekten mit viel Liebe und Ausdauer Großes wachsen lassen. Mich beeindrucken Menschen, die wahrhaftig sind und deren Produkte authentisch sind.

Dein Rat an Zauderer?

Du brauchst Menschen, die dir immer wieder Mut machen.

Liebe Andrea, auch dir ein dickes Dankeschön für diese Einblicke!

Foto: Angelika Osthues

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