Deine erste E-Mail

Wusstest du, dass genau heute vor 25 Jahren die erste E-Mail in Deutschland ankam? Ich habe das heute durch meinen Schöner-Tag-Kalender erfahren und dann gleich mal nachgeschaut, welche Infos dazu heute im Netz zu finden sind.

Die Netzeitung erzählt, wer der Empfänger dieser Mail war: Michael Rotert, der technische Leiter einer Rechnerabteilung der Universität Karlsruhe, der von amerikanischen Kollegen in ihr Netzwerk aufgenommen wurde. Und man erfährt ein paar interessante Zahlen zur aktuellen Internetnutzung in Deutschland. Ich hätte zum Beispiel nicht unbedingt gedacht, dass 88% der Nutzer der Aussage zustimmen, dass ihre Lebensqualität sich durch die elektronische Post erhöht habe.

Andererseits: Ich gehöre zu denjenigen, die immer noch sehr gerne E-Mails verschicken, auch wenn Twitter langsam aufholt. Ich weiß noch, wie erleichtert ich war, als mein Bruder sich Mitte der 90er endlich einen internetfähigen Rechner zulegte. Er lebte damals nämlich in Venezuela, telefonieren war noch ziemlich teuer, und so hörte ich oft monatelang nichts von ihm. Mit dem Rechner wurde dann alles anders, und plötzlich war es kein Problem mehr, sich regelmäßig über die neuesten Ereignisse auf Stand zu bringen. Sogar meine Mutter machte sich damals mit der elektronischen Post vertraut, obwohl sie nie so richtig warm damit wurde und immer noch lieber telefonierte.

Im Hamburger Abendblatt lese ich, dass die E-Mail einerseits an Bedeutung verliere, weil vor allem die jüngere Generation eher über Instant Messaging oder Soziale Netzwerke wie Xing oder Facebook kommuniziere. Ob das auch für den Bereich des E-Mail-Marketings so stimmt? Würde mich mal interessieren.

Sehr auschlussreich fand ich auch den Artikel im Focus, u.a. mit einem Video-Interview mit dem Informatik-Pionier Werner Zorn. Er bereitete zusammen mit seinem Team an der Uni Karlsruhe sozusagen den Boden für die Nutzung des World Wide Web. Im Interview klingt so ein wenig sein Bedauern darüber durch, dass das Internet heute so durch und durch kommerzialisiert ist.

Ich glaube, meine erste E-Mail habe ich an der Uni in Düsseldorf geschrieben, im Rahmen meiner Tätigkeit als Sekretärin des Geschäftsführenden Leiters des Romanischen Seminars (das ist doch mal ein pompöser Titel, oder? 😉 ). Aber leider habe ich keinen Screenshot davon gemacht …

Kannst du dich noch an deine allererste Mail erinnern? Dann freu ich mich, wenn du deine Erinnerung mit uns teilst.

3 Kommentare zu „Deine erste E-Mail“

  1. Wie die Zeit vergeht…

    Es gibt wohl nicht viele Dinge, über die man sagen kann, sie hätten wirklich das Leben verändert.

    Die Weissagungen zum Bedeutungsverlust von E-Mails erinnern mich jedoch ein wenig an die Mitte der 90er geführten Diskussionen um das „papierlose Büro“. Tatsächlich steigt Papierbedarf immer noch jedes Jahr.

    Viele Grüße,
    Mike

  2. Ich habe es leider versäumt mir zu merken wann ich die erste E-mail erhalten/ veschickt habe. Aber es wird wohl so 10 – 11 Jahre her sein. Was ich noch weiß ist, dass ich am Anfang immer zig mal die damaligen Angebote und Geschäftsbriefe durchgelesen habe ob auch wirklich alles stimmt :-).

    Es war schon ein witziges Gefühl binnen Sekunden das andere Ende zu erreichen. Ich glaube auch, dass ich E-mails anfänglich nur fürs Geschäft genutzt habe…

  3. Pingback: Was war los in Kw. 32

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