Aus Freude am Genuss

Kurz vor Heilig Abend habe ich noch ein kleines Schmankerl aus dem Marketing-Gewürzregal für euch: Sabine Olschner, geschätzte Kollegin aus dem texttreff, hat sich Gedanken zum Thema Freude am Genuss gemacht. Hier ist ihr Beitrag:

 

Eigentlich schmeckte die Weihnachtsgans beim Restaurant um die Ecke ja sehr gut – aber trotzdem war der Abend nicht perfekt: Kellner, die ihre Arbeit augenscheinlich lustlos verrichteten, ein Koch, der eher schlechtgelaunt einen Blick aus der Küche warf, und als wir das Restaurant verließen, wünschte niemand einen schönen Abend. Vom Gänseessen blieb also ein fader Nachgeschmack zurück.

Werden wir dieses Restaurant trotz der guten Gans nächstes Jahr wieder aufsuchen? Vermutlich nicht, denn was eindeutig fehlte, war die Atmosphäre. Und die Lust, dem Gast einen schönen Abend zu bieten.

Ob Sie als Unternehmer ein Restaurant führen oder ein anderes Geschäft betreiben, ob Sie Produkte oder Dienstleistungen anbieten – ein Grundsatz sollte für alle gelten: Begeistern Sie Ihre Kunden! Und das schaffen Sie am besten, wenn Sie selbst von Ihrer Arbeit begeistert sind und dies auch allen zeigen.

Ein typisches Beispiel: Small Talk bei einer Party. „Und was machen Sie beruflich?“ – „Ach, irgendwas mit Computern …“ Wird der Gesprächspartner interessiert weiterfragen? Wohl kaum. Eine alternative Antwort könnte lauten: „Ich programmiere Software für den Mittelstand. Sie glauben gar nicht, wie viel Spaß es macht, wenn ein Kunde mich freudestrahlend anruft und mir erzählt, wie meine Software ihm bei seinem Problem geholfen hat!“ Bei solch einem Satz spürt der Gesprächspartner, dass Sie mit Herzblut bei der Sache sind, dass Sie Ihren Kunden gern helfen, dass Sie es genießen, wenn Ihre Arbeit auch anderen Freude bereitet.

Begeisterung steckt an. Sie lieben Ihren Beruf und Ihr Unternehmen? Dann lassen Sie andere an Ihrem Enthusiasmus teilhaben. So springt der Funke der Begeisterung auch auf andere über. Das Gleiche gilt natürlich auch für Ihre Mitarbeiter: Auch sie sollten dem Kunden ihre Lust an der Arbeit zeigen. Wenn Sie ihnen als Führungskraft diese Lust vorleben, werden Sie automatisch zu einem Unternehmen, zu dem die Kunden gerne kommen. Nicht, weil Ihre Produkte oder Dienstleistungen die besten auf der Welt sind oder sich von denen der Konkurrenz so stark unterscheiden – sondern einfach weil es Spaß macht, mit Ihnen Geschäfte abzuschließen. Eben aus Freude am Genuss.

2 Kommentare

  1. AbidiText

    Das stimmt absolut! Zunächst muss man sich selbst begeistern, dann erst kann das auf andere ansteckend wirken. Mir geht es meistens so, dass ich die Produkte, die ich betexte, am liebsten sofort kaufen würde 🙂

  2. Ulf Runge

    Liebe Heide,

    danke für diese schöne Erinnerung, dass wir es sind, die begeistern müssen. Um andere anzustecken.

    Danke für diese schöne Ansteckung!

    Dir und Deinen Lieben weiterhin erbauliche Tage zwischen den Jahren und einen guten Start ins Neue Jahr!

    Liebe Grüße,
    Ulf

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