Wozu eigentlich ein Elevator Pitch?

Die Kurz-Vorstellung für alle Fälle

Es ist schon interessant, wie die meisten Leute reagieren, wenn man sie danach fragt, was sie beruflich tun:

Entweder sie winken ab und murmeln eher verlegen: „Ach, ich mach’ was mit Computern …“ oder „Na ja, ich bin Heilpraktiker …“ – fast als würden sie sich dafür schämen. Manche fangen an, einem ihre halbe Lebensgeschichte zu erzählen, bevor sie auf den Punkt kommen. Und andere lächeln verlegen und pressen dann vier bis fünf Sätze heraus, die sich anhören wie auswendig gelernt.

Letztere haben wahrscheinlich schon mal ein Buch zum Thema „Elevator Pitch“ gelesen und sind damit auf dem richtigen Weg. (Hier habe ich übrigens schon mal erklärt, was ein Elevator Pitch eigentlich ist.) Es fehlt eigentlich nur noch der natürliche Umgang damit, und das lässt sich zum Glück trainieren:

Du solltest deinen Elevator Pitch einfach bei jeder passenden Gelegenheit anbringen. Je öfter du ihn anwendest, umso leichter fließt er dir von den Lippen. Irgendwann kann man dich dann mitten in der Nacht wecken und danach fragen, was du tust, und du wirst selbst in verschlafenem Zustand mit größter Überzeugung von deiner Tätigkeit erzählen können 🙂 .

 

In welchen Situationen braucht man einen Elevator Pitch?

Ganz einfach: immer dann, wenn mehrere Menschen aufeinander treffen und man miteinander ins Gespräch kommt. Das gilt im privaten Bereich ebenso wie im Business-Umfeld:

  • auf der Party
  • an der Hotelbar
  • im Seminar
  • bei einem Vortrag
  • im Akquisegespräch
  • beim Network-Treffen

Warum ist es hilfreich, dass man sich prägnant vorstellen kann?

Menschen, die ihr Geschäft selbstbewusst präsentieren, erzielen beim Gegenüber so etwas wie eine „positive Kompetenzvermutung“ – wir fühlen uns sofort davon angezogen, werden neugierig, wollen mehr wissen. Damit ist die Gelegenheit da, ins Gespräch zu kommen. Ein erster Kontakt ist gemacht, und daraus ergeben sich dann oft neue Möglichkeiten, späterer Auftrag nicht ausgeschlossen 🙂 .

Morgen geht es weiter mit drei Varianten für einen gelungenen Elevator Pitch, inklusive einiger Beispiele.

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  1. autorenexpress » Blog Archive » Autorenexpress: Elevator Pitch - [...] während das Gegenüber so langsam wegtreibt im Wörtersee. Heide Liebmann bringt’s dazu auf den Punkt [...]
  2. Drei Varianten für einen gelungenen Elevator Pitch | Heide Liebmann - [...] ersten Teil dieses Artikels zum Thema “Wozu eigentlich ein Elevator Pitch?” gab es übrigens [...]

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