Suchen ohne G**gle – und damit ohne Zensur

alles verboten

Hand aufs Herz: Wie oft nutzt Du täglich G**gle, das zunehmend unsympathischer werdende Suchmaschinen-Monster? Amnesty international schreibt dazu:

Große Suchmaschinenbetreiber wie Google, Yahoo und Microsoft haben in erheblichem Umfang dazu beigetragen, dass Internetzensur in China möglich geworden ist und dass regierungskritische Internetnutzer in China inhaftiert werden.

Und an anderer Stelle:

Hunderte von Internetseiten sind in China gesperrt. Kein Land der Welt verfügt über ein so ausdifferenziertes System der Internetüberwachung. Laut Schätzungen kontrollieren mehr als 30.000 Polizisten das Internet rund um die Uhr. Wer sich gegen die Zensur wehrt, wird bestraft. Schlagworte wie “Demokratie”, “Menschenrechte” oder “Freiheit” stehen auf dem Index. Die Technologien, die es der chinesischen Regierung erlauben, Inhalte zu filtern und Seiten zu blockieren, stammen fast alle von ausländischen Unternehmen wie Yahoo, Google und Microsoft. Der uneingeschränkte Zugang zum Internet gehört zum Recht auf freie Meinungsäußerung und Informationsfreiheit.

Abgesehen davon macht es mir immer Sorge, wenn sich zu viel Marktmacht an einer Stelle konzentriert. Mangels guter Alternativen habe ich allerdings trotz meiner moralischen Bedenken bis heute fast nur geg**gelt. Nicht schön, aber leider wahr. Zum Glück haben sich ein paar Menschen Gedanken dazu gemacht, was man an dieser Situation ändern kann, und nun gibt es keine Ausreden mehr: Suche ohne Zensur ist da, und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht von der Qualität der Ergebnisse.

Die neue Suchmaschine ist gar keine, sondern sie durchsucht die Ergebnisse zahlreicher kleinerer und „politisch korrekter“ Suchmaschinen. Deshalb dauert es einen Wimpernschlag länger, bis die Ergebnisse auf dem Bildschirm erscheinen. Sie lässt sich übrigens auch in die Suchbox des Browsers einbinden.

Wenn nun all die, die sich auch sonst engagiert an politischen Aktionen beteiligen – wie kürzlich beispielsweise an der Free-Burma-Kampagne – zukünftig die neue Metasuchmaschine nutzen würden, wäre schon viel gewonnen in puncto Menschenrechte …

Bildquelle: hlhering / ingo132 (Pixelio)

6 Kommentare

  1. Jens Langpaap

    Über den Satz „ich bin positiv überrascht von der Qualität der Ergebnisse“ freue ich mich sehr, denn es ist ja durchaus auch ein Experiment ohne die großen Suchmaschinen auszukommen.

    Viele Grüße,
    Jens Langpaap
    (www.sucheohnezensur.de)

  2. heide

    Na, was wahr ist, muss ja wahr bleiben 🙂 . Inzwischen suche ich schon ein paar Tage länger mit suchen ohne zensur, und mein erster guter Eindruck hat sich bestätigt.

  3. Georg

    was besonders positiv auffällt, ist die lange Liste der Suchbegriffe. Keine „die ersten 10 Treffer“, man schaut bei big G ja meist nur die erste Seite an.

    P.S.: dein Link hat bei mir nicht funktioniert. Es müsste heißen: https://www.sucheohnezensur.de

  4. heide

    Hallo Georg, danke für den Hinweis, Link funktioniert jetzt!

  5. sell

    Hallo,

    der von Ihnen angegebene Link landet (mittlerweile?) auf eine Seite mit pornografischen Inhalten.

    Der richtige Link lautet:
    https://suche.amnesty-bergedorf.de/

    freedom of speech (and search and information)

    Investiert ein wenig Geduld (Suchzeit) für eure Freiheit!

  6. Heide

    Vielen Dank für den Hinweis! Habe ich natürlich gleich korrigiert. Inzwischen gibt es übrigens eine weitere gute Alternative zum Suchmaschinengiganten: httpss://ixquick.com.

Trackbacks/Pingbacks

  1. vogelfrei - frei wie ein vogel » Alternative Suchmaschine via amnesty - [...] Auch lesen bei Heide Liebmann: Suchen ohne G**gle und damit ohne Zensur. [...]

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.