Rezension: „Die besten Facebook Marketing Tipps“ von Inga Palme

Seit 2009 habe ich ein persönliches Profil auf Facebook. Allerdings war ich lange eher misstrauisch und zögerlich bei der Nutzung. Das hat sich inzwischen verändert, nicht zuletzt deshalb, weil Facebook mir die Möglichkeit gibt, mit vielen Menschen, die ich persönlich kenne, auf unkomplizierte Weise in Kontakt zu bleiben.

Nun bewege ich mich also seit ca. einem Jahr ziemlich häufig auf der Plattform, und nach und nach steigt meine Bereitschaft, über ein Unternehmensprofil nachzudenken. Da kam mir Inga Palmes Ratgeber Die besten Facebook Marketing Tipps gerade Recht.

Lesenswert für Anfänger wie Fortgeschrittene

Um es gleich zu sagen: Ich habe sehr von der Lektüre profitiert und sitze gerade an der Ausarbeitung meines Unternehmensprofils, das demnächst online gehen wird 🙂 .

Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Vielzahl von Best-Practice-Beispielen aus den unterschiedlichsten Branchen, für kleine wie für große Budgets. Ebenfalls gut fand ich die Angabe von Links zu ständig aktualisierten Infos auf der Website der Autorin. Damit trägt dieser Ratgeber der Tatsache Rechnung, dass sich bei Facebook ständig etwas ändert und ein Buch dieses dynamische Medium kaum aktuell abbilden kann. Durch die Verknüpfung mit der Homepage der Autorin können die Leser aber auf dem Laufenden bleiben, ohne die nächste Auflage abwarten zu müssen.

Abzüge in der B-Note

Der Ratgeber ist zudem reich bebildert, wenn auch nur schwarzweiß. Ärgerlich allerdings, wenn der falsche Screenshot eingesetzt wird, wie z. B. auf S. 176 … Das Lektorat hätte überhaupt insgesamt gründlicher sein dürfen. Dann wäre es auch sicher aufgefallen, dass der Buchtitel zwei Bindestriche mehr verdient hätte :-). (Sorry, aber da geht mein Adlerauge mit mir durch, und ich finde, ein inhaltlich gutes Buch hat mehr Sorgfalt beim Lektorat verdient!)

Die Unternehmensseite vs. Persönliches Profil

Besonders aufschlussreich war für mich natürlich das vierte Kapitel, das sich mit der eigenen Facebook-Seite beschäftigt. Hier wird sehr gut erklärt, was die Unternehmensseite von einem persönlichen Profil unterscheidet, und welche Vorteile es hat, sich mit einer eigenen Seite zu präsentieren. Unter anderem macht sich das z. B. positiv bei den Suchmaschinenergebnissen bemerkbar, wenn man die Tipps beherzigt, die Inga Palme hierzu anbietet.

Auch die Übersicht über verschiedene Anwendungen zur Gestaltung der Landing Page fand ich hilfreich und werde mich damit noch intensiver beschäftigen.

Im 5. Kapitel fand ich einiges Erhellendes über die Facebook Social Plugins und überlege, welche ich davon sinnvoll auf meiner Website einbinden kann.

Alle Aspekte werden abgedeckt

Darüber hinaus finden sich im Buch zahlreiche Infos zur Nutzung von Gruppen, rechtliche Grundlagen, das Schalten von erfolgreichen Anzeigenkampagnen und die Interaktion mit den Fans. Inga geht auch ausführlich auf Gewinnspiele ein, was mich persönlich nur am Rande interessiert, aber für kleine und mittlere Unternehmen sind das sicher wichtige Infos.

Spannend fand ich das 11. Kapitel, in dem es um den eigenen Onlineshop auf Facebook geht. Da habe ich nämlich unter anderem gelernt, dass sich ein Amazon-Shop problemlos auf der Facebook-Seite integrieren lässt. Hm, darüber denke ich noch genauer nach …

Gut gefallen haben mir auch die Infos für Non-Profit-Organisationen. Da schöpft Inga aus ihren reichen Erfahrungen mit dem YouCanTrust, und sie zeigt darüber hinaus viele weitere Beispiele für erfolgreiche Facebook-Kampagnen im sozialen oder ökologischen Bereich und geht dabei auch auf Crowdfunding ein. Wer seine Organisation im Bereich Social Media nach vorne bringen möchte, findet hier eine Reihe von interessanten und wirksamen Impulsen.

Auf die Interviews mit weiteren Experten hätte ich entspannt verzichten können, aber das ist sicher auch Geschmacksache. Man muss ja auch nicht alles lesen 😉 .

Mehrwert mit der Unternehmensseite?

Abschließend hat mir die Lektüre deutlich gezeigt, dass ich mal etwas intensiver darüber nachdenken könnte, wie ich Facebook in meinen Marketingmix einbinden kann. Bisher habe ich die Plattform eher experimentell genutzt, meine Blogeinträge über Networked Blogs auf meine Pinnwand gehievt, Infos über meine geschäftlichen Aktivitäten gepostet und mich ansonsten einfach mit meinen Freunden „unterhalten“. Ich werde überlegen, inwiefern ich mit einer eigenen Unternehmensseite einen echten Mehrwert für meine Fans bieten kann – und wie ich die Seite von meinem persönlichen Profil abgrenze bzw. es dadurch ergänze.

Was ich nämlich auf keinen Fall möchte, sind diese nervigen Doppelpostings, die ich bei vielen erlebe; wenn also dieselben Inhalte sowohl auf der persönlichen Profilseite als auch auf der Unternehmensseite erscheinen. Ich kann nicht glauben, dass das sinnvoll sein soll.

Fazit

Ich empfehle Die besten Facebook Marketing Tipps mit den genannten kleinen Einschränkungen allen, die sich und ihr Unternehmen auf Facebook professionell präsentieren möchten. Als Leser erhält man tatsächlich umfangreiche Tipps, wie man für mehr Erfolg sorgen kann – auch mit kleinem Budget übrigens, denn Inga stellt auch Applikationen vor, die nichts oder nur wenig kosten. Kleiner Aufwand, große Wirkung – was will man mehr von einem Ratgeber. Kaufempfehlung!

 

2 Kommentare

  1. Doreen

    Danke für die detaillierte Rezension mit Kaufempfehlung – meine Hand schwebte schon einige Male über dem Bestellbutton, aber jetzt kaufe ich mir das Buch definitiv.

  2. Heide

    Danke, Doreen, das freut mich! (Und Inga sicher auch 😉 )

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