Geht doch: Utopisten sind lernfähig

Kürzlich hatte ich mich noch sehr über die neue Community Utopia.de ereifert. Mit der Anmeldung überäußerte man nämlich laut der AGB sämtliche Nutzungsrechte an seinen bei Utopia eingestellten Texten globalgalaktisch und für immer und ewig an das Portal. Keine gute Idee, wenn man eigentlich Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit in den Mittelpunkt des eigenen Handelns rücken will.

Jedenfalls war ich wohl nicht die einzige, die sich erbost wieder abmelden wollte – oder gar nicht erst Mitglied wurde. Die Protestierer wurden angeschrieben und Besserung in Aussicht gestellt. Und siehe da: Die AGB wurden inzwischen tatsächlich in den entscheidenden Punkten angepasst. Die prompte Reaktion spricht für die Utopisten – allerdings wüsste ich schon gerne, wie die erste Fassung überhaupt passieren konnte. Schlechte Beratung, nicht gut aufgepasst oder schlichte Gedankenlosigkeit?

Utopia wird damit aber immerhin seinem eigenen Anspruch laut Netiquette gerecht:

Zeigen Sie sich Kritik gegenüber offen. Wie Sie mit Kritik umgehen, sagt meist mehr über Ihr Unternehmen aus als die Kritik selbst.

Die erste Skepsis ist also zunächst aus dem Weg geräumt und ich werde vorerst Mitglied bleiben. Das Projekt finde ich nämlich immer noch ausgesprochen spannend.

Und unterm Strich freue ich mich außerdem sehr über das zweite Beispiel dafür, was man mit Einspruch und ein wenig Engagement doch bewegen kann. (Das erste Beispiel? Der Rückzug von Lidl aus der Basic-Bio-Kette …)

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