Junges Multitalent grübelt über ihrer Bewerbung.

Warum Bewerben für Multitalente besonders schwierig ist

Der Bewerbungsprozess ist für die meisten Menschen schon nicht einfach zu bewältigen, aber Bewerben für Multitalente bringt noch ein paar besondere Herausforderungen mit sich.

Vielleicht kennst du das ja auch: Du sitzt am Rechner vor dem leeren Bildschirm, der Cursor blinkt, und oft fängt es schon damit an, dass du gar nicht wirklich weißt, auf welche Position du dich eigentlich bewerben willst. 

Ich zeige ein paar der Herausforderungen auf, die auf dich warten, wenn du dich mit all deiner Vielseitigkeit zeigen willst, um eine neue Stelle zu finden. Und ich habe auch ein paar Ideen für dich, wie du damit umgehen kannst.

Herausforderungen für Multitalente im Bewerbungsprozess

Ich glaube, dass es tatsächlich gar nichts mit persönlichem Versagen zu tun hat, wenn du es als Multitalent wirklich schwierig findest, dich zu bewerben. Meiner Meinung nach wird das ganze Thema Vielseitigkeit in (zu) vielen Unternehmen immer noch so behandelt, als gäbe es das gar nicht.

1. Die Bewerbungslogik ist auf Spezialist*innen zugeschnitten
Viel zu oft werden in den Personalabteilungen immer noch lineare Lebensläufe erwartet, mit einer klar erkennbaren Fachrichtung. Zunehmend gewinnt auch das Keyword-Matching an Bedeutung, insbesondere dann, wenn ATS-Systeme (Applicant Tracking System) genutzt werden. Das ganze Auswahlverfahren belohnt in erster Linie Eindeutigkeit und geradlinige Wege. Und das bringen Multitalente eben eher selten mit.

Trotzdem lassen sich Bewerbungen auch für Multitalente so gestalten, dass die Erwartungen der Recruiter*innen erfüllt werden, ohne dass du dich verbiegen musst.

2. Die Qual der Wahl: Wo bewerbe ich mich überhaupt?
Weil Entscheidungen ja gerade Multitalenten besonders schwerfallen, geht es da schon los: Drei Positionen, alle interessant, du könntest dich überall sehen und glaubst, dass du die Aufgaben stemmen könntest. Aber wo bewirbst du dich jetzt wirklich? Manchmal blockiert dich allein schon diese Frage mehr, als wenn es gar keine passenden Stellen gäbe.

Da gibt es natürlich Abhilfe, übrigens nicht nur bei dieser Entscheidung. Vielen Multitalenten hilft es, wenn sie aus dem Kopf wieder ins Fühlen kommen und ihrer Intuition mehr Raum geben.

3. Der scheinbar unsichtbare rote Faden
Häufig wirkt dein Werdegang von außen sprunghaft. Und weil du diese Rückmeldung wahrscheinlich inzwischen verinnerlicht hast, kennst du vielleicht auch das Hochstapler-Syndrom: „Ich kann von allem ein bisschen, aber nix so richtig gut.“  

Dabei gibt es meistens sehr wohl eine innere Logik. Da hilft dann der Blick von außen, meiner zum Beispiel. Denn ich schaue mir deine Unterlagen unvoreingenommen an und erkenne in der Regel schnell die Klammer, die das Ganze zusammenhält.

4. Die Angst vor der Schublade
Wir Multitalente haben oft Angst uns festzulegen. Und das gilt natürlich auch dann, wenn wir uns auf eine Stelle bewerben. Wir fühlen uns dann quasi „festgeschrieben“ auf eine bestimmte Rolle und haben das Gefühl, dass wir dann andere Anteile und Interessen nicht mehr ausleben können. 

Für mich geht es auch hier wieder um Fokus, denn der darf ruhig auch zeitlich begrenzt sein. Und beim Thema Bewerbung empfehle ich auch gern „über Bande“ zu spielen. Also sich erstmal auf eine Position zu bewerben, die noch nicht ganz das ist, was grundsätzlich denkbar wäre. Und dann innerhalb des Unternehmens nach Chancen zu suchen, sich weiterzuentwickeln.

5. Die Begründung für deine Motivation
Argumente zu finden, wieso du dich gerade für diese ausgeschriebene Stelle bewirbt, fühlt sich für dich irgendwie unauthentisch an? Damit bist du nicht allein. Vielseitig interessierte Menschen haben oft das Gefühl, dass sie sich verbiegen müssen, und das merkt man den Bewerbungen dann meist auch an.

Es geht aber auch anders – jedenfalls dann, wenn du mehr Klarheit über dich und deine zugkräftigsten Argumente gewonnen hast.

Du brauchst eine neue Bewerbungsstrategie

Multipotenzialität muss kein Bewerbungshindernis sein, im Gegenteil: Ich bin davon überzeugt, dass Unternehmen heute mehr denn je Beschäftigte brauchen, die vielseitig einsetzbar sind. Und die genau das Mindset mitbringen, das so viele Multitalente auszeichnet: die Lust am lebenslangen Lernen, die Bereitschaft, sich sehr schnell in neue Themen und Aufgabengebiete einzuarbeiten und der Blick über den Tellerrand, der dabei hilft, neue Entwicklungen zu antizipieren.

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, was du tun kannst, um den Bewerbungsprozess für dich besser zu gestalten und ganz nebenbei deine Resonanzquote deutlich zu verbessern, dann melde dich gerne zu meinem nächsten Gratis-LIVE-Webinar an:

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Bildquelle: depositphotos.com by fizkes

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