Lieben Sie Ihre Kunden eigentlich? 10 Tipps, wie Sie Ihre Liebe zeigen können.

Ich weiß inzwischen aus Erfahrung, dass gute Kundenbeziehungen nur dann entstehen und dauerhaft sind, wenn ich meine Kunden wirklich liebe. Das bedeutet, ich nehme sie als Partner wahr, auf Augenhöhe. Wenn ich solche Kunden habe, fällt es gar nicht schwer, ihnen meine Zuneigung auch zu zeigen. Zum Beispiel so:

  1. Mit einer kleinen Aufmerksamkeit zum Geburtstag gratulieren: ein Anruf ist schön, eine handgeschriebene Karte netter – und eine ausgefallene Idee, die von Herzen kommt, freut ganz besonders.
  2. Legen Sie Ihrer Rechnung doch mal eine Überraschung bei, zum Beispiel einen Kino-Gutschein, ein Holzherz oder einen witzigen Aufkleber, einen Kühlschrankmagneten etc.
  3. Empfehlen Sie Ihre Kunden weiter.
  4. Wenn Sie Ihre Kunden auch einmal um Rat fragen, stellt das Ihre Beziehung auf eine ganz neue Ebene. Die meisten von uns werden gerne gefragt, wenn es um unser Fachwissen geht. Ihre Kunden auch.
  5. Laden Sie Ihre Kunden hin und wieder als Experten zu einem Ihrer Business-Events ein. Damit drücken Sie Ihre Anerkennung für die Arbeit des anderen aus – und Ihre anderen Kunden profitieren ebenfalls von seinem Know-how.
  6. Bitten Sie Ihren Kunden um einen Gastbeitrag in Ihrem Newsletter.
  7. Denken Sie daran, in Ihrem nächsten Presse- oder Blogartikel einen Ihrer Kunden positiv zu erwähnen. Wir freuen uns alle über ehrlich gemeintes Lob.
  8. Schreiben Sie doch einfach mal eine Postkarte aus dem Urlaub. Damit hat Ihr Kunde bestimmt nicht gerechnet!
  9. Fragen Sie nach dem abgeschlossenen Auftrag hin und wieder nach, wie es mit der Umsetzung klappt. Ihre Kunden spüren Ihr echtes Interesse.
  10. Zeigen Sie Ihre Wertschätzung auch ruhig mal ganz materiell: Bieten Sie Lieblingskunden einen Vorzugspreis an, laden Sie sie zum Essen ein und nehmen Sie sich auch dann für sie Zeit, wenn’s gerade brennt.

Und wie zeigen Sie Ihren Kunden, wie sehr Sie sie lieben?

4 Kommentare

  1. Ulrike Sennhenn

    Hallo Heide,

    herzlichen Dank für Deinen interessanten Beitrag – MICH hat er erstmal zur Frage geführt: Wer sind denn meine Kunden eigentlich? Bisher kenne ich von den meisten nicht mehr als den Klick, der in meiner Statistik auftaucht … jetzt bin ich mal gespannt, wer sich „sichtbar“ machen wird 🙂

    Fröhliche Grüße, Ulrike

  2. heide

    Hallo Ulrike, schön, mal wieder von dir zu lesen ;-). Und ich freu mich sehr, dass mein Beitrag dich zu einem eigenen angeregt hat. Das gefällt mir ja so am Bloggen, die gegenseitige Inspiration fasziniert mich immer wieder neu.

  3. Claudia

    Das große Wort LIEBE finde ich in dem Zusammenhang ein wenig fehlplatziert! Bloß weil jemand mein Kunde ist, liebe ich ihn/sie doch nicht gleich – warum sollte ich?? Liebe ist etwas, das sich ergibt, nicht etwas, das man zwanghaft veranstalten muss – schon gar nicht mit einer Geschäftsbeziehung als Begründung!

    Jemanden „auf gleicher Augenhöhe als Partner wahrnehmen“, nenne ich nicht LIEBE, sondern selbstverständlichen freundlichen Umgang miteinander.

    Wenn im Rahmen der gemeinsamen Arbeit Wertschätzung und Zuneigung entsteht – wunderbar! Dann mache ich manche der hier gelisteten Dinge ganz von selber, z.B. die Kunden weiter empfehlen, sie um Rat fragen, sie für das loben, was ich toll finde – aber eben immer nur dann, wenn es einen Grund, einen Anlass, ein tatsächlich vorhandenes Gefühl gibt! (Das braucht es für das Nachfragen, ob’s mit der Umsetzung klappt, allerdings gar nicht, das gehört zum normalen Service!)

    Mit Postkarten und Werbegeschenken kann ich selber wenig anfangen, verschicke derlei also auch nicht. Lieber mach ich mal was kostenlos und zusätzlich – das ist, wie ich finde, für den Kunden WEIT NÜTZLICHER als ein „Holzherz“ oder ähnlicher Krimskrams, der nur irgendwo rumliegt, weil man zu pietätvoll ist, ihn direkt zu entsorgen :-))

    Alles in allem inspiriert mich dieser Beitrag deshalb zu einem so langen Kommentar, weil es für mich keine kleine Sache war, zu begreifen, dass meine Kunden NICHT zwangsläufig meine FREUNDE sind – und mich auch entsprechend zu verhalten, sprich: meine Leistungen angemessen honorieren zu lassen, anstatt schon glücklich zu sein, dass ich für’n Appel & n‘ Ei super Webseiten bauen darf… Das war ein längerer Entwicklungsprozess und ich bin wirklich froh, ihn hinter mir zu haben! Mit meinen Kunden komme ich blendend aus, seit meine Wertschätzung für mich selbst und meine Leistungen in mein Verhalten und die KostenVAs ganz selbstverständlich einfließt! 🙂

    Lieben Gruß
    Claudia

  4. heide

    @ Claudia: Warum solltest du NICHT? 🙂 Ich glaube, wir sind gar nicht so weit voneinander weg, wir benennen es nur anders. Nein, ich bin auch (noch) nicht an dem Punkt, dass ich alle meine Kunden liebe. Aber mein Ziel ist definitiv, dass es so weit kommt. Nicht, weil sie meine Kunden sind. Sondern weil sie Menschen sind, die ich gerne mag und wertschätze – und die _darüber hinaus_ zufällig (?) meine Kunden sind. Gute Honorare von Menschen zu verlangen, mit denen mich eine gute Beziehung verbindet, finde ich außerdem angenehmer als mich mit Menschen zu streiten, die meine Honorare nicht bezahlen wollen. Das eine schließt das andere doch nicht aus, im Gegenteil.

    Ganz davon abgesehen glaube ich ganz und gar nicht, dass Liebe nur etwas ist, das „sich ergibt“. Aber da kommen wir jetzt wirklich ins Philosophieren …

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