Fokus für Scanner

Wie auch du neue Gewohnheiten etablierst

In diesem Artikel erkläre ich dir, warum Fokus für Scanner so wichtig ist. Denn auch vielseitig begabte Menschen – das ist die Bedeutung von „Scanner“ – profitieren davon, neue Routinen in ihr Leben zu bringen, um ihre Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Dranbleiben? Total frustrierend!

In meinen jüngeren Jahren bin ich an einer Eigenschaft von mir schier verzweifelt: Irgendwie schien ich nie an einer Sache länger dranbleiben zu können. Ich langweilte mich einfach schnell, und es gab ja so viele andere spannende Themen. So summte ich wie ein fleißiges Bienchen von Blüte zu Blüte – aber ich flog immer schnell wieder davon.

Von meinem Umfeld, das anscheinend anders gestrickt war, bekam ich dann zu hören, ich sollte mich doch mal auf eine Sache konzentrieren und dabeibleiben. Aber das schaffte ich einfach nicht.

Ich war oft so frustriert! Und enttäuscht von mir selbst. Ich wollte mich zwingen, die Dinge „durchzuziehen“ – und bin regelmäßig daran gescheitert. Ein Teil von mir hatte schon beinahe resigniert und sich damit abgefunden, dass ich eben eine „Versagerin“ war. Denn das war tatsächlich mein Grundgefühl: Ich bekomme ja doch nix auf die Reihe!

Scanner brauchen Abwechslung

Meine Rettung war zum einen die Lektüre der Bücher von Barbara Sher. Sie machte mich mit dem Konzept des „Scanners“ vertraut, ihrer Bezeichnung für vielseitig begabte Menschen, zu denen ich anscheinend auch gehörte. Wir können gar nicht anders als uns für viele Dinge zu interessieren, und wir brauchen sehr viele Impulse, weil unser Gehirn nach Input hungert.

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Und zum anderen konnte ich lernen, diese Vielseitigkeit mit Hilfe von NLP neu zu bewerten und zu erkennen, dass sie mich dazu befähigte, mir sehr schnell Informationen zu beschaffen, sie zu analysieren, zu bewerten und zu sortieren. Ich erkannte, dass sich meine Kreativität daraus nährte und dass es daher keinen Grund gab, sich dafür zu schämen.

In meiner Persönlichkeitsstruktur scheint also eine gewisse Sprunghaftigkeit angelegt zu sein, und sie ist eine wichtige Quelle meiner Kreativität. Ich bekomme heute oft das Feedback, wie sehr Leute darüber erstaunt sind, dass ich mich immer wieder neu erfinde.

Wir fahren alle auf Autopilot

Viele Scanner lehnen Routinen ab, weil sie zunächst das Gefühl haben, feste Strukturen würden sie bremsen und einschränken. Sie wollen sich partout nicht festlegen und wehren sich mit Händen und Füßen dagegen.

Tatsächlich ist es aber so, dass alle Menschen tiefsitzende Gewohnheiten haben, selbst die, die vehement dagegen argumentieren.

  • Wenn du morgens aufstehst, folgst du wahrscheinlich bestimmten Routinen, die jeden Tag ähnlich ablaufen: aufs Klo gehen, Kaffee kochen, Zähne putzen …
  • Vermutlich gehst du meistens in denselben Läden einkaufen, weißt daher, wo die Dinge stehen, die du haben willst – übrigens meist auch die gleichen Dinge wie in der Woche zuvor – und du nimmst in der Regel immer denselben Weg dorthin.
  • Auch wenn du Fahrrad fährst oder in dein Auto steigst, folgst du den immer gleichen Routinen, ohne groß darüber nachzudenken. Etwas in dir weiß, wie das geht.

Gewohnheiten machen weit über 90 Prozent unserer täglichen Handlungen aus und laufen meist völlig unbewusst ab. Gleichzeitig schafft dieser Autopilot erst den Raum für kreative Gedanken und Handlungen.

Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Wenn du etwas in deinem Leben verändern möchtest, also dauerhaft etwas anders tun willst als bisher, dann brauchst du eine neue Gewohnheit. Also eine Handlung, die du so lange regelmäßig ausführst, bis sie zu einer Routine geworden ist. Denn dann kann sich dein Gehirn entspannen und sie als Autopilot ausführen.

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Auch Scanner brauchen Fokus!

Mit anderen Worten: Frag dich, was du in den nächsten sechs Monaten umsetzen möchtest. Was liegt dir wirklich am Herzen, wovon träumst du? Vielleicht willst du ein Blog aufsetzen oder einen Podcast? Ein Buch schreiben? Abnehmen und sportlicher werden? Meditieren lernen, oder stricken, oder …?

Das ist der wichtigste Schritt: sein Vorhaben klar zu definieren und sich daran auszurichten. Nichts anderes ist mit Fokus gemeint. Wenn du weißt, wofür, wird es dir leichter gelingen, dabeizubleiben.

Viele weitere Infos zum Dranbleiben und vor allem den praktischen 35-Tages-Plan findest du in meinem Buch Einfach dranbleiben! Erfolgsgewohnheiten für Kreative*.

Wenn du dir dann noch zusätzlich Verbündete suchst, die ebenfalls einen klaren Fokus haben, steigen deine Aussichten auf Erfolg um ein Vielfaches. Genau darum wird es in meinem Online-Kurs gehen, der Ende Februar startet. Trage dich gerne schon mal in die Liste der Interessent*inn*en ein. Dann erfährst du als eine*r der ersten, wann es losgeht, und was genau dich dabei erwartet.

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