Akquise mit L wie „Immer schön locker bleiben!“

AKQUISE-ALPHABET_neuWir sind bereits in Woche 12 der vermutlich längsten Blogparade des Jahres, dem Akquisealphabet. Noch nicht ganz Halbzeit, und bisher sind insgesamt 24 Artikel zusammengekommen. Ich finde ja, da geht noch was, oder? Du darfst übrigens gern auch mehrmals mitmachen – ich schreibe ja auch jede Woche einen neuen Artikel, obwohl Akquise gar nicht unbedingt mein Lieblingsthema ist.

Ich glaube, das geht vielen so, und gerade deshalb wünsche ich mir, dass sich noch mehr von euch damit aktiv auseinander setzen. Wir profitieren alle davon, glaube ich.

Immer schön locker bleiben!

12362978494_7a41e01986_bphoto credit: Inauguración Los Torreznos via photopin (license)

Das ist an vielen Stellen die schwerste Herausforderung bei der Akquise, oder?

Was haben wir nicht alles im Kopf, wenn es darum geht, jetzt wirklich mal zum Hörer zu greifen oder jemanden direkt anzusprechen!

  • Wir könnten als nervig oder aufdringlich wahrgenommen werden.
  • Die Person hat bestimmt sowieso keine Zeit.
  • Wahrscheinlich ist mein Angebot im Grunde doch nicht so spannend.
  • Für Herrn X passt das eigentlich gar nicht, wenn ich es recht überlege …
  • Akquise ist wirklich nicht mein Ding, ich hasse das!
  • Morgen bin ich bestimmt besser drauf!

Das alles trägt natürlich nicht gerade zur Entspannung bei, im Gegenteil: Eine gewisse Verkrampfung entsteht, die sich zunächst mal körperlich bemerkbar macht – zum Beispiel durch einen Druck im Nacken. Oder der Magen zieht sich zusammen, der Hals wird eng, die Stimme fiepsig.

Und selbst wenn wir uns überwinden, fühlen wir uns oft genug so unsicher durch diese Selbstsuggestionen („nervig“ … „langweilig“ … „kann ich eh nicht“ …), dass wir unser Anliegen mit wenig Überzeugung präsentieren können. Was natürlich dazu führt, dass wir vergleichsweise wenig Erfolg haben. Und damit schließt sich dann der Kreis: Wir haben es ja schon immer gewusst!

Ich habe inzwischen aus eigener Not heraus eine schöne Methode entwickelt, wie ich trotzdem ins Handeln komme, denn wie gesagt: Ich bin auch nicht wirklich die geborene Akquise-Queen. Also musste ich mir etwas einfallen lassen, damit ich entspannter an das Thema herangehen kann. Hier mein Rezept:

Mein Akquise-Fanclub

Die negativen Selbstsuggestionen sind ja letztlich nichts anderes als innere Stimmen, die meine Selbstzweifel und Ängste repräsentieren. Und die lassen sich entmachten, indem ich ganz bewusst ein Gegengewicht setze.

Stell dir also vor, du dürftest einen ganzen Kinosaal mit Menschen füllen, die dich bei deinen Akquisebemühungen gern unterstützen. Vielleicht sind Leute dabei, die du gar nicht persönlich kennst, das ist auch erlaubt!

Mach dir eine Liste mit möglichst vielen Leuten, und stell dir ganz genau vor, wieso du sie dabei haben willst. Vielleicht weil sie dich grundsätzlich toll finden und bewundern, und du diese Unterstützung gerade bei der Akquise besonders gut brauchen kannst?

Oder weil sie selbst besonders gut akquirieren können und du dir da was abschauen möchtest?

Ganz egal, wieso du sie dabei haben willst: Gib ihnen einen Sessel in deinem Akquise-Fanclub!

In meinem Saal sitzen u.a. ein paar Frauen aus meinem Netzwerk, die wirklich klasse sind in der Akquise. Ich stelle mir gern vor, wie sie da sitzen und klatschen und mich anfeuern, bevor ich zum Hörer greife. Das hilft mir enorm :-).
Ich merke, dass mich diese Vorstellung sofort entspannt, ich kann wieder freier atmen und habe Zugang zu meinen Ressourcen. Und die Nörgler-Stimmen rücken in den HIntergrund.

Dass man natürlich nicht jede Akquiseaktion zu einem erfolgreichen Ende führen kann, bleibt wahr. Doch wenn es mir gelingt, dennoch locker zu bleiben und mich von meinem Akquise-Fanclub unterstützen zu lassen, entstehen immer wieder interessante und bereichernde Gespräche – und das ist auf einer anderen Ebene auch wieder ein Gewinn.

Hast du Lust, das mal auszuprobieren? Ich freue mich über deine Erfahrungen!

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2 Kommentare

  1. Silke Bicker

    Es klingt vielleicht doof. Bevor ich telefonisch akquiriere, stelle ich gut sichtbar mein Roll-up-Banner in einer Büroecke auf. Beim Telefonieren gucke ich drauf und fühle mich gleich viel professioneller als ohne. Mittlerweile ist es ein Ritual geworden: Banner aufstellen, Leute anrufen, lockeres Gespräch führen.

  2. Heide

    Liebe Silke, ich finde gar nicht, dass das doof klingt. Ganz im Gegenteil, du hast dir da einen prima Anker gesetzt :-).

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