Neue Perspektiven in der Krise finden?

Mein Rezept: durchatmen, annehmen, loslassen – und planen

Wir leben gerade in herausfordernden Zeiten. Ich glaube, es gibt niemanden, der das leugnen möchte. Manchmal ist es ganz schön schwierig, die Nase über Wasser zu halten – bei einigen geht es wirklich um die Existenz, andere müssen sich finanziell ziemlich strecken, um ihren Verpflichtungen noch nachkommen zu können.

Vielen, auch mir, macht zudem zu schaffen, was die Pandemie in unserer Gesellschaft offenbart: einen tiefen Riss zwischen denjenigen, die das alles für „Fake“ halten und der Regierung und den „Eliten“ übelste Absichten unterstellen. Und den anderen, die meinen, dass wir jetzt mehr denn je aufeinander Rücksicht nehmen sollten. Die Fronten sind oft verhärtet, gehen durch Familien und Freundschaften, und der Ton ist so rau geworden, dass ich mich oft zurückziehe, aus psychohygienischen Gründen.

Dass viele von uns sehr viel mehr zuhause sitzen, statt sich mit Lieblingsmenschen zu treffen, wirkt sich oft ebenfalls aufs Gemüt aus. Bei mir ist das jedenfalls so: An den meisten Tagen komme ich gut damit klar, da ich gerne und selbst gewählt alleine lebe und gut mit mir sein kann. Langweilig ist mir eher selten, wozu gibt es gute Bücher?

Aber es gibt auch die anderen Tage, wo ich mich nach der Berührung eines anderen lebendigen Wesens sehne und kurz davor stehe, eine Katze aus dem Tierheim zu adoptieren.

Wie also lassen sich in der Krise neue Perspektiven finden? Darauf habe ich für mich einige Antworten gefunden. Vielleicht sind sie ja auch für dich nützlich.

Raus aus dem Stimmungstief

Über die Jahre habe ich mir diverse Möglichkeiten erschlossen, wie ich mich selbst aus Stimmungstiefs befreien und neue Perspektiven gewinnen kann:

Möwen an der Wakenitz

  • Erstmal lasse ich alle Gefühle einfach zu. Ich muss nicht jeden Tag gut drauf sein, ich darf auch mal niedergeschlagen und traurig sein. Dann esse ich Schokolade und gucke Actionfilme und suhle mich ein bisschen im Weltschmerz. Erfahrungsgemäß geht es mir dann am nächsten Tag wieder besser.
  • Raus an die frische Luft hilft mir auch immer. Eine Runde um die Wakenitz hier in Lübeck, oder gleich eine kleine Wanderung im Naturschutzgebiet Schellbruch, dann ist mein Kopf wieder frei. Am liebsten natürlich bei Sonnenschein.
  • Auch das tägliche Meditieren hat sich für mich als Wundermittel entpuppt. Aus verschiedenen Gründen habe ich damit gerade 4 Tage ausgesetzt – und sofort gemerkt, dass es mir viel schwerer fällt, innerlich gelassen zu bleiben. Ab sofort geht es morgens wieder aufs Kissen.
  • Ich besinne mich darauf, was ich loslassen möchte. Das sorgt in der Regel für sofortige Entlastung.
  • Am wirksamsten für mich ist, mich darauf zu besinnen, was ich wirklich richtig gerne tue und jeden Tag etwas davon zu tun. Bei mir ist das im Moment das Schreiben – Bücherschreiben vor allem. Wenn ich morgens meine halbe Stunde Schreibzeit hatte, gehe ich mit einem guten Gefühl in den Tag.

Daneben achte ich ganz grundsätzlich darauf, mich nicht allzu vielen negativen Einflüssen auszusetzen. Schon seit vielen Jahren besitze ich zum Beispiel keinen Fernseher mehr, und das abendliche Ritual des Nachrichtenschauens vermisse ich wirklich kein bisschen.

Mir hat das immer ein Ohnmachtsgefühl beschert: So viel Unglück und Niedertracht in der Welt, und ich kann kaum etwas dagegen tun. Um mich informiert zu halten, genügt mir der Blick in meine Timeline – die wirklich wichtigen Nachrichten finden immer ihren Weg dorthin. Habe ich das Gefühl, ich möchte mich zu einem Thema intensiver informieren, recherchiere ich auf verschiedenen Seiten, um mir eine Meinung zu bilden. Aber ich wähle sehr genau aus, wie oft und zu welchen Themen ich das tue.

Ich habe zudem den Kontakt zu Menschen, die den Fokus immer eher auf den negativen Aspekten des Lebens haben, stark reduziert. Insbesondere, wenn Menschen dazu neigen, sich selbst als Opfer der Umstände zu sehen und ständig darüber zu jammern, ist meine Geduld deutlich begrenzt. Ich glaube, dass wir alle Schöpferinnen und Schöpfer unseres Lebens sind und wesentlich mächtiger, als wir oft annehmen. Energievampire möchte ich nicht mehr in meinem Leben haben, dazu ist es mir zu kostbar.

Neue Perspektiven: Planen und Visualisieren mit großen Emotionen

Wenn ich an die gerade erst beginnende dunkle Jahreszeit denke, wird mir zuweilen trotzdem ganz anders. Sonst locken Treffen mit Freunden auf festlich beleuchteten Weihnachtsmärkten, gemütliche Spielerunden und Kneipenbesuche, spannende Kino- oder Theaterabende und Konzerte. Darauf dieses Jahr zu verzichten, nimmt mir viel von der Vorfreude auf diese Jahreszeit.

Aber auch da habe ich für mich einen Weg gefunden, wie ich besser damit klarkommen kann:

Ich bastele mir wieder ein großes Vision Board. Darauf klebe ich für alle mir wichtigen Lebensbereiche Bilder, die mich emotional positiv berühren und für etwas stehen, was ich in mein Leben holen möchte. Beim Blick darauf entwickle ich Vorfreude auf diese Situationen und Dinge, die ich in mein Leben holen möchte. Ich stelle mir vor, wie das sein wird, wenn ich meine Ziele und Wünsche umgesetzt habe, und ich schwelge so richtig darin.

Das mache ich ganz bewusst, weil ich ja weiß, dass es meinem Gehirn völlig egal ist, ob ich meine Vorhaben bereits umgesetzt habe oder nur lebhaft davon träume – die damit verbundenen Gefühle aber sind schon jetzt real und tragen dazu bei, dass es mir besser geht. Auf diese Weise sorge ich dafür, dass sich neue Perspektiven für mich auftun. Das gibt mir Energie und Zuversicht.

Viele tolle Anregungen für Vision Boards findest du in der Bildersuche, zum Beispiel hier.

Was sind deine Strategien?

Hast du vielleicht ähnliche Methoden, um mit der gegenwärtigen Situation klarzukommen? Oder ganz andere? Oder hast du eher das Gefühl, dass dir nichts davon hilft?

Im letzteren Fall melde dich gerne bei mir und wir schauen, ob ein Coaching dir vielleicht neue Perspektiven geben kann. Die Lösung, nach der du suchst, steckt nämlich ganz sicher schon irgendwo drin in dir. Das ist immer so.

Alles Gute für dich

Heide

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