Die 12 wichtigsten Persönlichkeitsmerkmale von Unternehmern

Dieser Artikel ist im September 2016 zum ersten Mal erschienen, aber ich hole ihn als Abschluss-Posting meiner Advents-Blogparade „Oldies but Goldies“ noch mal hervor, denn die hier aufgeführten Punkte sind aus meiner Sicht noch immer wichtig. Ich danke allen, die mit eigenen Beiträgen, durch Teilen in den Netzwerken und durch ihre Lektüre mitgemacht haben bei diesem Projekt zum Jahresende 2018 und wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern friedliche und entspannte Feiertage und einen guten Start in ein wunderbares Jahr 2019!

Seit mein Buch Die Magie der unternehmerischen Persönlichkeit erschienen ist, bekomme ich öfters Interview- und Vortragsanfragen. Eine Frage wird mir dann fast immer gestellt:

Gibt es Eigenschaften oder Fähigkeiten, die man unbedingt haben muss als Unternehmer*in?

Ja, allerdings!

Wobei ich der Überzeugung bin, dass man sich einige davon sozusagen „on the job“ aneignen kann. Aber andere bringt man besser schon mit, sonst wird es schwierig.

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Heute möchte ich euch die 10 Persönlichkeitsmerkmale von erfolgreichen Unternehmern und Unternehmerinnen vorstellen, die meiner Meinung nach unverzichtbar sind:

Selbstmotivation und Disziplin

Wenn mir vor 20 Jahren jemand gesagt hätte, ich würde mal ein ziemlich diszipliniertes Wesen sein, hätte ich ihn vermutlich schallend ausgelacht. Das passte so gar nicht zu meinem Selbstbild!

Heute ist mir aber klar, dass es ohne ein gewisses Maß an Disziplin wirklich nicht geht im unternehmerischen Alltag. Vielleicht hast du nicht immer Lust auf deine diversen Aufgaben, aber erledigst sie meist trotzdem. Weil du weißt, dass sie notwendig sind für dein größeres Ziel. Genau daraus lässt sich die Fähigkeit schöpfen, sich immer wieder neu zu motivieren, auch nach längeren Durststrecken.

Womit wir gleich beim nächsten Punkt wären:

Eine Vision haben

Wenn du weißt, wofür du das alles tust, kannst du deine Herausforderungen leichter meistern. Mit „Vision“ meine ich damit weniger, dass du dir vornimmst, in deinem Feld die Beste, der Tollste oder was auch immer zu werden – obwohl das für viele sicher ein starker Antreiber ist.

Mit Vision meine ich deine Antwort auf die Frage, was du der Welt geben willst.

Das wird dich tragen, und deshalb ist es so wichtig, sich darüber klar zu sein.

Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz

Selbst wenn du deine Vision gefunden hast, wird es Widerstände geben – im Innen wie im Außen. Dann ist es gut, wenn du die Zähne zusammenbeißen kannst. Ich nenne das gerne „Terrierqualitäten“. Einfach nicht lockerlassen, weitermachen, auch wenn die Umstände/das Leben/was auch immer anscheinend gerade gegen dich sind. Den Glauben an dein Ding behalten und neue Lösungswege suchen.

Strategisch denken

Klassische Scanner fliegen gern von Blümchen zu Blümchen und handeln auch in ihrem unternehmerischen Alltag eher impulsgesteuert. Mittel- und langfristige Planung liegt ihnen nicht, weil das Leben doch hinter jeder Ecke neue Ideen bietet.

Als Unternehmer*in ist dir jedoch klar, dass es ohne ein gewisses Maß an Planung und Strategie nicht vorwärts geht. Du bleibst sonst an einem Punkt hängen und entwickelst dein Business nicht weiter.

Struktur und Systematik

Um eine Strategie dann auch umzusetzen, braucht es passende Rahmenbedingungen. Die kannst du dir selbst zurecht basteln: Jeder tickt ja anders, und was mir hilft, ist vielleicht nicht so deins.

Wie zum Beispiel meine Jahresplanung aussieht, habe ich letztes Jahr mal zusammengetragen.

Fähigkeit zu verkaufen und Marketing zu machen

Das ist eins dieser Themen, das vielen unbequem ist. Doch wenn du das nicht meisterst, wirst du immer kleine Brötchen backen. Was nützt deine Begeisterung für dein Thema, deine Kompetenz und all deine Erfahrung, wenn du nicht in der Lage bist, deine Angebote auch zu verkaufen?

Du kannst das sehr individuell gestalten, und du musst dabei keinesfalls zum klassischen Vertriebler mutieren. Aber du kommst nicht daran vorbei.

Fähigkeit zur Selbstkritik und hohe Fehlertoleranz

Wer sich aus den immer gleichen Gründen sträubt, sich mit seinen Widerständen auseinanderzusetzen, wird unternehmerisch nicht voran kommen. Du brauchst die Fähigkeit, dich und deine Handlungen zu hinterfragen und auch Kurskorrekturen vorzunehmen.

Bitte nicht mit Selbstzweifel verwechseln! Das ist eine Eigenschaft, die dich massiv ausbremst. Selbstkritik hingegen ist vorwärts gerichtet, denn du lernst aus deinen Fehlern, damit du es das nächste Mal besser machen kannst. Und du erlaubst dir vor allem, Fehler zu machen, gerade weil du daraus lernen kannst!

Mut und Risikobereitschaft

Den Schritt in die Selbstständigkeit überhaupt zu wagen, erfordert Mut, denn der Ausgang ist ungewiss. Erfolg lässt sich nur bedingt planen, und manchmal musst du dafür eben auch gewisse Risiken eingehen.

Auch später in deinem unternehmerischen Leben wirst du zuweilen Entscheidungen treffen müssen, die dir die ein oder andere schlaflose Nacht bescheren. Wer das noch nie hatte, lügt – oder ist ein wirklich unverbesserlicher Optimist ;-).

Entscheidungsfreude

Apropos: Zauderer und Zögerer haben es schwer, unternehmerisch zu handeln. Natürlich wollen manche Entscheidungen gut bedacht sein. Wenn du aber immer darauf wartest, dass wirklich alles „perfekt“ ist, musst du dich nicht wundern, wenn entscheidungsfreudigere Menschen an dir vorbeiziehen.

Lieber unperfekt gehandelt als perfekt gezögert ist einer meiner Lieblings-Wahlsprüche. Und die Erfahrung zeigt zudem, dass die sehnlich gewünschte Klarheit sich meist nach der Entscheidung einstellt – nicht davor.

Kreativität

Als Unternehmer*in ist deine Kreativität an so vielen Punkten gefragt: Bei der Geschäftsidee fängt es an, bei deinem Marketing geht es weiter, und natürlich brauchst du immer wieder neue Ideen für Leistungen, die genau zu deinen Wunschkunden passen, für deine Selbstorganisation und für die Weiterentwicklung deines Business.

Doch mit Kreativität allein hat noch niemand dauerhaft ein erfolgreiches Business aufgebaut:

Hohe Handlungskompetenz

Du benötigst auch die Fähigkeit, deine Ideen in Handlungen umzusetzen, also ins Tun zu kommen. Tausend Ideen am Tag auszubrüten, ist für viele Kreative kein Problem. Aber auch nur eine davon wirklich konsequent umzusetzen: Das steht auf einem ganz anderen Blatt.

Tipp: Strategie, Struktur und Systematik helfen dabei ;-).

Selbstverantwortung und Selbstfürsorge

Last, but not least: Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, dass es wenig bringt, die Schuld für ihre Fehler bei anderen zu suchen. Sie sind sich darüber im Klaren, dass es in ihrer Hand liegt, das Beste aus ihrem Business zu machen. Sie verstehen, dass persönliche und unternehmerische Entwicklung meist Hand in Hand gehen – und sie investieren entsprechend in sich und ihr Unternehmen.

Und sie achten ihre Gesundheit, weil sie wissen, dass diese ihr größtes Kapital ist.

Habe ich etwas vergessen? Vielleicht möchtest du ja eine ganz wichtige Eigenschaft ergänzen? In den Kommentaren ist Platz dafür – vielen Dank!

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