Wie sprichst du mit dir?

In diesem Artikel verrate ich dir eine ganz einfache Übung, mit der du unauffällig und doch effizient deinen Selbstwert allmählich steigern kannst.

Frau im Spiegel zeigt sich Daumen runter

©Bruno135/depositphotos.com

Was deine innere Stimme über dich sagt

Bei Vorträgen und in Coachings frage ich meine Teilnehmerinnen und Coachees oft, ob sie sich eigentlich mal selbst zuhören, wie sie mit sich selbst sprechen. Wir alle führen ja fortwährend innere Gespräche und erklären uns so die Welt. Und manchmal sprechen wir uns dabei auch selbst an, vorzugsweise dann, wenn etwas gerade nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben.

Bei leider viel zu vielen Menschen hört sich das dann etwa so an:

  • „Kannst du nicht besser aufpassen, du dumme Nuss?“
  • „Jetzt konzentrier dich doch mal, so wird das nie was!“
  • „Du bist echt zu doof zum K…!“
  • „Herrgott nochmal, so schwer ist das doch wirklich nicht, stell dich nicht so an!“
  • „Du kapierst es einfach nicht, wie blöd kann man eigentlich sein?“

Merkste, nee? Wir erlauben uns manchmal einen Ton uns selbst gegenüber, den wir bei anderen Menschen niemals anschlagen würden. Selbst wenn die Beispiele dir jetzt sehr übertrieben vorkommen: Achte doch in den nächsten Tagen mal auf deine inneren Selbstgespräche. Vielleicht bist du ein wenig gnädiger mit dir. Aber bringst du deinen eigenen Versäumnissen und Fehlern wirklich Verständnis entgegen?

Tatsächlich sagen dir diese inneren Stimmen viel darüber, was du über dich selbst denkst. Oft sind das internalisierte Stimmen von Menschen, die vielleicht früher mal so mit dir gesprochen haben, deine Eltern zum Beispiel, oder manche Lehrer*innen, wichtige Menschen aus deinem Umfeld. Unbewusst haben wir diese Formulierungen übernommen und fortgeführt.

Wenn du dir das nun einmal klarmachst, dann bewahrheitet sich mal wieder der Satz, dass unsere Gedanken unsere Realität gestalten.

Denn ich bin sicher, du wünschst dir Wertschätzung von den Menschen, mit denen du zu tun hast. Und vielleicht ärgerst du dich darüber, wie wenig wertschätzend andere mit dir zuweilen umgehen. Ok, dann darfst du dich heute fragen, wieso sie das tun sollten, wenn du noch nicht mal selbst dazu in der Lage bist?

Du bestimmst den Ton

Die Einsicht, dass wir selbst bis zu einem gewissen Punkt aktiv verhindern, die uns zustehende Achtung und gebührenden Respekt zu erhalten, tut manchmal weh. Aber die gute Nachricht ist, dass du jetzt damit beginnen kannst, ab sofort viel liebe- und verständnisvoller mit dir selbst zu sprechen.

  • Wenn du also feststellst, dass du etwas „falsch“ gemacht hast, wie wäre es dann mit einem verständnisvollen „Ok, das war jetzt suboptimal. Wir probieren das einfach nochmal.“
  • Wenn du ungeduldig bist und es dir nicht schnell genug geht, könntest du dir vielleicht sagen „Manche Dinge brauchen eben ihre Zeit. Ich konzentriere mich jetzt noch mal ganz intensiv.“
  • Wenn es dir schwerfällt, bestimmte Dinge zu verstehen, dann gib dir die Erlaubnis, das Thema in deinem eigenen Tempo anzugehen: „Wir fangen einfach nochmal von vorne an. Dann wird es bestimmt klarer.“

Fühlt sich gleich ganz anders an, oder? Osterei orange

Ich verspreche dir, wenn du das regelmäßig trainierst – und das Zauberwort ist natürlich „regelmäßig“ – dann verändert sich deine Haltung dir selbst gegenüber. Du bringst dir selbst mehr Wertschätzung entgegen, und mit der Zeit wird sich das auch im Außen abbilden.

Menschen, die sich mögen und zwar mitsamt ihren Unvollkommenheiten, ruhen in sich und strahlen das auch aus. Und das ist es letztendlich, was anderen Respekt abnötigt. Niemand mag „vollkommene“ Menschen. Abgesehen davon, dass es die sowieso nicht gibt ;-).

Wenn du mehr Hinweise dazu erhalten möchtest, wie du deinen Selbstwert „pimpen“ kannst, empfehle ich dir meinen LIVE-Online-Workshop „The Sky is the Limit!“ am 16. Mai.

Hast du schon mal darauf geachtet, wie du mit dir sprichst? Oder hast du deine inneren Gespräche bereits verändert? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

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