Selbstoptimierung, ja bitte!

Warum ich zwar das Wort nicht mag, aber trotzdem gerne an mir arbeite

Öfters lese ich in letzter Zeit, man sei der ständigen Selbstoptimierungsbestrebungen so müde, und vor allem auch der damit verbundenen Sprache. Vielen reicht es anscheinend mit den „unerschöpflichen Potenzialen“! Einfach keinen Bock mehr, den „Business-Turbo“ anzuschmeißen und den „Gipfel der Möglichkeiten“ zu erklimmen.

Frau springt voller Lebensfreude

©depositphotos.com/ikostudio

Einerseits kann ich das verstehen.

  • Es werden so viele mehr oder weniger werbewirksame Versprechen da draußen gemacht, und ich frage mich auch oft, wie viele davon wirklich gehalten werden. Trotzdem versuche ich natürlich auch selbst, emotionale Verkaufsbotschaften zu entwickeln, die vielleicht nicht ganz so geschwollen daherkommen. Aber das ist ja eh Geschmackssache und sehr abhängig von der jeweiligen Zielgruppe.
  • Und manchmal möchte ich auch einfach nur in die Hängematte, und „Fuck off, Selbstoptimierung!“ schreien. Ehrlich gesagt: Ich mache das auch. Ich nehme mir Auszeiten von meinem Bestreben, zu meinem besten Selbst zu werden bzw. dieses mit noch mehr Leben zu füllen.

Aber andererseits: Was ist denn die Alternative dazu, sich weiter zu entwickeln?

Auf dem Status Quo stehenbleiben? Sich zufriedengeben, es sich bräsig auf dem Sofa gemütlich machen und sich sagen, „So, reicht jetzt, ausreichend optimiert?“

(Das ist ja eh ein blödes Wort. Selbstoptimierung, pff. Ich finde mich inzwischen meistens wirklich ganz ok. Und viel wichtiger ist doch Selbstannahme, Selbstliebe, Selbstwirksamkeit – die aus den beiden erst genannten wachsen kann.)

Aber mal unabhängig von dem Wort, das ich auch nicht leiden kann: Von mir kann ich sagen, dass ich schon sehr lange an mir arbeite. Weil ich schon immer gespürt habe, dass in mir drin noch so viel entwickelt und gelebt werden möchte. Weil ich mich nicht zufriedengeben will, sondern die ganze Fülle des Daseins erforschen und leben möchte, denn Leben ist Veränderung, und Stillstand fühlt sich für mich an wie Tod. Und tatsächlich gibt es Menschen in meinem weiteren Umfeld, bei denen ich das Gefühl habe, sie stagnieren. Vielleicht haben sie resigniert, glauben nicht mehr an sich und ihre Potenziale. Vielleicht haben sie Angst.

Kleiner Einschub: Angst kann ein super Ratgeber sein, darüber habe ich ja schon öfter geschrieben Zum Beispiel hier: 9 Strategien gegen Versagensangst). Weil sie dir nämlich zeigen kann, wo dein Entwicklungspotenzial tatsächlich liegt. Wenn sie dich aber bremst, ist das fatal, denn Angst nagt beständig an deiner Lebensfreude.

Zurück zum Thema Selbstoptimierung: Wenn Menschen dich triggern, die weiter an sich arbeiten und darüber sprechen, dann spür doch mal in dich rein. Ist das vielleicht so, weil dich das damit konfrontiert, dass du dich davor drückst, deine „Hausaufgaben“ zu machen? Denn dann ist es immer einfacher, mit dem Finger auf andere zu zeigen statt sich der zuweilen unangenehmen Einsicht zu stellen, dass man bei manchen Themen noch ein bisschen Luft nach oben hat … Just saying ;-).

PS: Falls du mal wieder ganz sanft ins Thema Selbstoptimierung einsteigen möchtest, lade ich dich gerne ein, meinen Potenzial-Power-Onlinekurs mal auszutesten. Da geht es darum, Gewohnheiten und Menschen loszulassen, die dir nicht guttun. Und stattdessen der Freude zu folgen, denn die ist auf jeden Fall ein zuverlässiger Wegweiser. Das weiß ich genau, denn ich hab’s ausprobiert!

 

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