Positionierung: erst recht in der „Krise“!

Es wandert wieder mal ein Stöckchen durch die Blogosphäre, diesmal zum Thema Mit Marketing gegen die Krise, losgeworfen vom KMU-Marketing-Blog. Ich bekam es zugeworfen von Michael Gerharz vom Überzeugend-präsentieren-Blog (und habe auf diese Weise erfahren, dass Michael auch bei mir mitliest, was mich freut!).

Ich halte es, bezogen auf das Thema Krise, mit den Chinesen, denn soweit ich weiß, ist das chinesische Schriftzeichen für „Krise“ identisch mit dem für „Chance“.

Also geht es darum, nach Chancen für sein Marketing zu suchen, und die sehe ich berufsbedingt natürlich vor allem im Bereich Positionierung.

Wer sich bisher darauf verlassen hat, dass die Kunden schon irgendwie verstehen, was man so alles anzubieten hat, wird spätestens jetzt wahrscheinlich die Erfahrung machen, dass „irgendwie“ nicht mehr reicht. In Krisenzeiten sind Verbraucher kritischer als sonst:

  • Preise und Honorare werden hinterfragt und verglichen
  • Der eindeutige Kundennutzen ist ein wichtiges Entscheidungskriterium
  • Und vor allem: Vertrauen zum Dienstleister oder Anbieter spielt eine große und kaum zu überschätzende Rolle!

Deshalb bedeutet erfolgreiches Marketing in der Krise in erster Linie,

  • sein Angebot für Kunden transparent und nachvollziehbar zu gestalten und eine echte und authentische Beziehung zu ihnen aufzubauen
  • so dass sie sofort erkennen, was sie dadurch gewinnen
  • und bereit sind, dies auch entsprechend zu bezahlen.

Das kann ich aber erst dann, wenn ich selbst eine klare Vorstellung davon entwickelt habe, wie ich mich an meinem Markt platziere und wen ich als Kunden überhaupt ansprechen will. Mit einem Wort: Wenn ich eine klare Positionierung definiert habe. Manche überflüssige Marketingmaßnahme erübrigt sich dann nämlich auch ganz von selbst. Praktisch, oder?

Und hier habe ich noch ein paar ältere Artikel ausgegraben, die das Thema Positionierung auch noch ein bisschen näher beleuchten:

2 Kommentare

  1. Petra Schuseil

    Liebe Heide, ich hab mal im Internet gegoogelt zu den chinesischen Schriftzeichen und bei wer-weiss-was.de folgendes gefunden: Tatsächlich ist es so, daß in den beiden chinesischen Worten für Krise und Chance jeweils das gleiche (identische) Schriftzeichen verwendet wird. Dies kommt nicht von ungefähr, bietet doch eine Krise – nach buddhistischem, vor allem chinesischen Verständnis – immer auch die Chance zu einem Neubeginn, einem neuen Anfang. Chinesische Wörter sind in der Regel mindestens zweisilbig, bestehen also aus mindestens zwei Schriftzeichen.

    Krise: ?? (weiji)
    Chance: ?? (jihui)

    Das Zeichen ? (ji) kommt also in beiden Worten vor.

    Auch Richard von Weizsäcker sagte es einmal: „Wir sollten von den Chinesen lernen – die haben das gleiche Schriftzeichen für Krise und Chance.“

    Rund um Positionierung: Ich stimme Dir zu. Je klarer ich in meiner Positionierung bin umso eher wissen meine Klienten, was sie bei mir bekommen und erwarten können. Ich hab in meinem Kommunikations-Studium gelernt, je klarer die Nische, in der ich mich als Coach präsentiere, umso klarer werde ich gesehen und auch meine Coachees wissen um was es geht. In meinen Coachingsessions geht es um das Lebenstempo .. das ist relativ allgemein. Also arbeite ich weiter an der Nische .. um was geht es? Wen spreche ich an? Was biete ich an? Da bin ich nun wieder einen großen Schritt weiter gekommen: Die Klienten, die mich finden, sind beruflich sehr engagiert und leistungsorientiert, kennen sich aus in der „großen, weiten Welt“, sind Ästheten und Genießer und verlieren meist den Bezug zu ihren Werten, den roten Faden in ihrem Leben. Hier biete ich Unterstützung und frage: Was ist der nächste Schritt? Wie sieht eigentlich Dein Lebenstempo aus? Meine Klienten entdecken und entwickeln ihr eigenes (authentisches) Lebenstempo und finden darin neuen Halt, entdecken Verlorenes wieder, stabilisieren sich von innen .. das erreichen wir durch die Arbeit an den eigenen Werten und Bedürfnissen, durch Zeitmanagement mit Herz. Ich liebe es, an der Positionierung zu feilen … wie an einem Marmorblock .. feilen, hauen, abschlagen … bis die Form ganz klar ist … Tschüss. Und viel Erfolg. Petra aus Hong Kong.

  2. Michael Gerharz

    Klar lese ich hier mit; ein schöner Blog mit kreativer Kommunikation 😉

    Viele Grüße,
    Michael

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